Methodik: So ist der Depression-Test aufgebaut
Aufbau
Der Test besteht aus 40 Aussagen in 4 Dimensionen mit je 10 Items. Jede Aussage wird auf einer fünfstufigen Skala beantwortet („Nie“ bis „Fast täglich“). Die Items werden über die Dimensionen gemischt ausgespielt, damit keine Antwortmuster entstehen.
Die 4 Dimensionen
- Stimmung & Interesse: Niedergeschlagenheit, innere Leere und der Verlust von Freude und Interesse.
- Antrieb, Energie & Schlaf: Erschöpfung, Antriebslosigkeit, verändertes Schlaf- und Essverhalten.
- Selbstwert & Denken: Selbstabwertung, Schuldgefühle, Konzentrations- und Entscheidungsprobleme.
- Alltag & Rückzug: Sozialer Rückzug, liegengebliebene Pflichten, Dauer und Tiefe des Zustands.
Wissenschaftlicher Hintergrund
Alle Items sind eigene Formulierungen, fachlich orientiert an den Kernkriterien depressiver Episoden: gedrückte Stimmung und Interessenverlust, Antriebs- und Energiemangel, kognitive Symptome und Funktionseinschränkung im Alltag. Der Test verzichtet bewusst auf ein Suizidalitäts-Item — ein Online-Selbsttest kann akutes Risiko nicht verantwortungsvoll auffangen; stattdessen sind Krisenkontakte auf allen Seiten sichtbar.
Grenzen
Ein Selbsttest kann Hinweise geben, aber keine Diagnose stellen. Erschöpfung und Stimmungstiefs können auch andere Ursachen haben, unter anderem Schilddrüsenunterfunktion, Vitamin-B12- oder Eisenmangel, Schlafapnoe oder Medikamentennebenwirkungen — eine körperliche Abklärung gehört immer dazu. Eine verlässliche Abklärung leistet nur eine fachärztliche oder psychotherapeutische Untersuchung mit Anamnese und klinischem Urteil. Dieser Test ist bewusst kein normiertes klinisches Instrument und ersetzt keines.